Budapest – die faszinierende Schöne

Budapest – die faszinierende Schöne

Mit seiner malerischen Lage zu beiden Seiten der Donau zählt Budapest wohl zu den schönsten und auch meist besuchten Städten Europas.

Schon Kelten, Illyrern und Römer siedelten in dem Gebiet und pritschelten mit Wohlgefallen in den warmen Quellen, mit denen die Stadt gesegnet ist. Auch Hunnen, Arpaden und Türken waren den Badefreuden nicht abgeneigt und besonders die Osmanen legten großen Wert auf den Bau von Bädern.
Nach den Türken kamen die Habsburger, die bis zur Eigenständigkeit Ungarns und der Gründung der k. und k. Doppelmonarchie das Zepter schwangen. 1945 übernahmen die sowjetischen Truppen die Macht, am 20. August 1949 wird offiziell die Verfassung der Ungarischen Volksrepublik verkündet.
1956 erheben sich die Ungarn, dieser Aufstand wird von den sowjetischen Truppen blutig niedergeschlagen und erst im Jahre 1990 konnten die ersten freien Wahlen stattfinden.

Budapest_©H.Holzinger

Heute ist Budapest nicht nur die Hauptstadt Ungarns, sie ist auch das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes.
Am westlichen Donauufer erstreckt sich der hügelige Stadtteil Buda, vis-a-vis, im flachen Teil, liegt der Stadtteil Pest. Erst nach der Fertigstellung der Kettenbrücke rückten die beiden Teile zusammen und wurden im Jahre 1873 zu „Budapest“ vereint.

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Viele der Sehenswürdigkeiten liegen nahe der Donau, was auch die UNESCO zu schätzen weiss und die Donauufer, das Burgviertel und die Andrassy utca zum Weltkulturerbe ernannte. Selbst aus der Römerzeit finden sich noch Überreste, Barock, Klassizismus, Empirestil und historisierender Stil des 19. Jahrhunderts sind bei der Architektur jedoch vorherrschend.

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Um die Ortsteile Buda und Pest zu erkunden, sollte man sich viel Zeit nehmen. Wer es eilig hat, kann an einer Stadtrundfahrt teilnehmen, die wenigstens die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zeigt.

Als Alternative bietet sich eine Fahrt mit der Straßenbahnlinie 2 an, die entlang des Pester Donauufers fährt und einen Blick auf die Ungarische Akademie der Wisschenschaften, das mächtige Gebäude des Parlaments, die Redoute, den Gellertberg und auf den Budaer Burgberg mit Königspalast gewährt.

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Aber der Pester Teil hat noch mehr zu bieten als das Donauufer und den Blick auf Buda. Die über hundert Jahre alte Markthalle, wo es so ziemlich alles zu kaufen gibt, was man im täglichen Leben so braucht oder die älteste Kirche von Pest, die Innerstädtische Pfarrkirche aus dem 12. Jahrhundert. Gleich neben der Pfarrkirche befindet sich das Barocke Bürgerhaus, etwas weiter kommt man zum Rathaus und zur Großen Synagoge und dem jüdischen Museum.

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Einen absoluten Höhepunkt der Stadtbesichtigung stellt die mit zwei klassizistischen Türmen rechts und links der 96 Meter hohen Kuppel gekrönte Stephansbasilika dar. Sie bietet Platz für rund 8500 Menschen und ihre neun Tonnen schwere Glocke ist weithin zu hören.

Elegant geht es auf der Flaniermeile Váci utca, wo man nicht nur stilvoll einen Kaffee schlürfen, sondern sich auch dem Shopping-Vergnügen hingeben kann.

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Wer dann die Budaer Seite mit seinem malerischen Burgviertel samt Königlichem Schloss besuchen will, kann über die Kettenbrücke das andere Donauufer erreichen. Nicht weit von der Brücke findet man am Clark Adam ter die Drahtseilbahn „Siklo“, mit der man bequem auf den 60 Meter hohen Várhegy, den Burghügel, gelangt.

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Auf dem rund 1500 m langem Plateau findet man nicht nur die Burg, sondern hier findet man zahlreiche malerische Gassen, in denen sich Häuser im Stil des Mittelalters, des Barocks und des Klassizismus finden. Viele dieser Gebäude wurden im Zweiten Weltkrieg zum Teil zerstört und danach wieder im ursprünglichen Stil aufgebaut.
Mächtige Stadtmauern umgeben diesen Teil und von den Basteien hat man einen wunderschönen Blick über die Donau und auf den Stadtteil Pest.

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Am südlichsten Teil des Burghügels liegt das Schloss von Buda, die „Burg“. In dem auf mittelalterlichen Ruinen errichteten Barockpalast sind etliche Museen beheimatet, darunter die Ungarische Nationalgalerie und das Historische Museum.

In der Matthiaskirche, deren Erbauung auf das 1255 zurückgeht und die nach zahlreichen Zerstörungen immer wieder aus- und umgebaut wurde, fanden zahlreiche Krönungen ungarischer Könige statt. Die Kirche ist ein absolutes Highlight, dessen Besuch zu jedem Budapestbesuch einfach dazugehört.

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Mit ihren weißen Mauern, Türmchen und Arkaden wirkt die hoch über der Donau thronende Fischerbastei wie eine kleine Burg aus dem Märchen und sie zählt berechtigterweise zu einer der meist fotografierten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Nicht versäumen sollte man auch einen Besuch auf dem Gellértberg, auf dem sich nicht nur die Zitadelle befindet, die einst an der Stelle einer kleinen türkischen Festung erbaut wurde, von ihm hat man einen prachtvollen Blick auf die Donau und auf den Pester Stadtteil.

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Zu einer der beliebtes Erholungsstätten gehört die circa 3 km lange Margareteninsel, die schon zur Römerzeit bewohnt war und die mit Parkanlagen mit schönen Spazierwegen und zahlreichen Freizeiteinrichtungen punktet.

Wer etwas Frischluft schnuppern will, kann die Budaer Berge erkunden und eine kleine Zugfahrt auf der 11 km langen Kleinbahn, die sich durch den Wald schlängelt, unternehmen.

Budapest, eine Stadt, die schon immer mit ihrem Charme punkten konnte und bis heute fasziniert.

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