„Maria Theresia: Habsburgs mächtigste Frau“ in der Österreichische Nationalbank

„Maria Theresia: Habsburgs mächtigste Frau“ in der Österreichische Nationalbank

Maria Theresia, Erzherzogin von Österreich, Königin von Ungarn und Böhmen, nie aber zur Kaiserin gekrönt, gilt bis heute als mächtigste Frau der Habsburger-Dynastie.

Maria Theresia, älteste Tochter Kaiser Karls VI., trat nach dem Tod ihres Vaters dank der „Pragmatischen Sanktion“ die Erbfolge an, die jedoch von Bayern, Preußen, Spanien, Sachsen und Frankreich nicht anerkannt wurde. In den daraus entstandenen Österreichischen Erbfolgekrieg und Siebenjährigen Krieg verlor die liebevoll als „Landesmutter“ titulierte Herrscherin Schlesien an Preußen, konnte sich jedoch als Erbin der Monarchie behaupten.

Im Gegensatz zu den politischen Spannungen konnte Maria Theresia auf ein erfülltes Privatleben blicken. Mit Herzog Franz Stephan von Lothringen verheiratet, dem sie 16 Kinder gebar, und der ihr beratend und liebevoll zur Seite stand.

Die im Katholizismus fest verwurzelte Erzherzogin von Österreich ließ trotz ihrer tiefen Gläubigkeit nicht nur kirchliche Einrichtungen unter staatliche Aufsicht stellen, sie lehnte auch den Protestantismus kategorisch ab und ließ 1744 die größte jüdische Gemeinde der damaligen Monarchie in Prag auflösen.

Die Monarchin, die auch weltlichem Vergnügen nicht abgeneigt war, ordnete ihr Reich neu und legte wichtige Weichen für die Zukunft.

Unter der Amtszeit von Maria Theresia fällt die Gründung der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt, die aufgrund der sich verändernden und immer komplexer werdenden Kriegsführung notwendig geworden war.

Auch eine Reform der inneren Verwaltung wurde eingeleitet, gleichzeitig wurden Handel und Gewerbe belebt und die Landwirtschaft gefördert.

Die Todesstrafe und die Tortur wurden aufgehoben, die Gerichtsbarkeit erhielt einheitliche Regelungen.

Eine ihrer wichtigsten Maßnahmen war die Reform des Bildungs- und Schulwesen. Die Schulverwaltung, die Ausbildung der Lehrer und der Unterricht standen unter strenger Kontrolle, die „Allgemeine Schulordnung“ legte den Grundstein für ein einheitliches Schulwesen für Kinder ab sechs Jahren.

Die Österreichische Nationalbibliothek widmet dieser bemerkenswerten Frau anlässlich des 300. Geburtstagsjubiläums die Ausstellung „Maria Theresia. Habsburgs mächtigste Frau“, in der viele Facetten ihrer Persönlichkeit ausgiebig beleuchtet werden.

Mit über 160 representative Druckwerke, Bilder und Handschriften wird dem Mythos und der realen Herrscherin nachgespürt und die Rolle dieser Symbolfigur österreichischer Geschichte als Ehefrau, Mutter, Katholikin und auch Künstlerin dokumentiert.

Maria Theresia. Habsburgs mächtigste Frau
17. Februar bis 5. Juni 2017
Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr
Donnerstag von 10:00 bis 21:00 Uhr
Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek
Josefsplatz 1, 1010 Wien

https://www.onb.ac.at

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