Caffè degli Specchi in Triest im Test

Caffè degli Specchi in Triest im Test

Triest und Kaffee, die beiden gehören irgendwie zusammen. Wenn nach einer ausgiebigen Stadtbesichtigung die Füße nach etwas Ruhe lechzen, liegt es also nahe, ein Kaffeehaus zu besuchen, einen Kaffee zu schlürfen und vielleicht noch ein kleines Leckerli zu genießen.

Unsere Wahl fiel auf das Caffè degli Specchi, das wohl zu den bekanntesten Cafés von Triest zählt.
Das 1839 eröffnete Kaffee blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück und hat im Laufe der Zeit mehrmals die Besitzer gewechselt. Heute gehört das Kaffee zum Imperium Segafredo Zanetti und wurde an die Konditorkette Peratoner verpachtet, die das Caffè seit 2012 führt.

Direkt am Palazzo Stratti gelegen, hat man vom Außenbereich einen schönen Blick auf den Hauptplatz und seitlich auf den Hafen. Die Innenräume sind wunderbar gestaltet und entsprechen dem Namen „Café der Spiegel“.

Bei unserem Besuch schien die Sonne vom Himmel, die Stadt war voll Touristen und dementsprechend gut besucht war das Caffè degli Specchi. Zu unserem Glück ergatterten wir einen Tisch im Außenbereich und machten es uns gemütlich.

Hin und wieder kämpfte sich eine Bedienung durch die gut gefüllten Reihen, um dann wieder schnell zu verschwinden. Als sie es nach fünfzehn Minuten an unseren Tisch geschafft hatte, wollten wir Kaffee und noch Getränke bestellen. Nach einer Belehrung, dass Cappuccino zwar auf der Karte stehe, dies aber in Triest ein absolutes „No Go“ sei, nahm sie trotzdem unsere Wünsche entgegen.

Nach weiteren zehn Minuten erschien ein Kellner, der zwei verschiedene Kaffee und ein Getränk servierte. Auf unsere Urgenz, dass noch zwei Kaffees und drei Getränke fehlten, verschwand er achselzuckend und ward nie wieder gesehen.

Nun lag unsere Hoffnung bei der Kellnerin, die unsere Bestellung entgegengenommen hatte. Nach geraumer Zeit kam sie an unseren Tisch, erklärte dies sei ein Irrtum und der Rest käme schon irgendwann. Außerdem müsse man vorher bei der Kassa zahlen, da man sonst keinen Anspruch auf Bedienung habe.

Also flugs bei der Kassa angestellt, wo die Schlange bereits quer durch das Lokal bis zum Eingang reichte. Zahlreiche Gäste wollten im Vorhinein zahlen, wurden aber belehrt, dass ein Bon nötig sei, den man mit dem Erhalt der Speisen und Getränke erhalte. Wir zahlten die servierten Kaffees und das Getränk und verließen fluchtartig die heiligen Hallen.

Fazit: Wunderschönes Ambiente, traumhafte Lage, in Stoßzeiten Personal total überfordert und eindeutig zu wenig, Kaffee in Ordnung, die vorhanden Süßspeisen sahen verlockend aus, wir haben wegen des herrschenden Chaos auf eine Verkostung verzichtet.

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