In eigener Sache

In eigener Sache

Wir haben zahlreiche Anfragen erhalten, ob wir denn in Österreich keine Lokale mehr testen, da in letzter Zeit unser Schwerpunkt eher im Ausland lag.

Die Sache ist leicht erklärbar. Da wir uns auch im Urlaub verwöhnen lassen, stellen wir die Betriebe, in denen es gut geschmeckt hat, gerne vor. Und ja, auch in Österreich haben wir mehrere Restaurants besucht.

Da unsere Kolumne sich jedoch auf Lokale konzentriert, die empfehlenswert sind, haben wir zur Zeit ein kleineres Problem.

Die gute Nachricht zuerst: Unser „Haus-und-Hof-Wirt“ hat wieder das alte Management und findet zu seiner ehemaligen Form zurück. Die Preise sind zwar nach wie vor etwas höher, aber auf der Speisekarte scheinen zahlreiche Schmankerl auf, die es anderswo nicht gibt und bei denen Qualität und Geschmack stimmen. Die Personallage hat sich stabilisiert, das Betriebsklima profitiert eindeutig davon.

So weit, so erfreulich. Und, ja, wir waren unterwegs. Da wir jedoch der Meinung sind, dass auch negative Berichte Werbung sind, haben wir es unterlassen, die besuchten Lokale in Hollabrunn, Tulln, Graz und auf der Wiener Höhenstraße zu besprechen.

Wir finden es ganz grauslich, wenn volle Aschenbecher auf dem Servierwagen platziert werden, wo bereits das fertige Essen vorbereitet steht, wir mögen es gar nicht, wenn Personal in einem „gehobenen“, ja sogar prämierten Restaurant, auf Beschwerden nicht oder nur pampig reagiert, wir sehen uns als Gäste, die nach einer halben Stunde Wartezeit gerne wahrgenommen werden wollen und wir sind verärgert, wenn eine Tischreservierung, nein nicht für einen speziellen, sondern für irgendeinen Tisch vorgenommen wurde, man etwas früher erscheint und warten muss, obwohl ein Tisch frei ist und dieser an Gäste vergeben wird, die keine Reservierung getätigt haben.

Schade, dass oft gerade Kleinigkeiten den Gast abschrecken und durch falsche Reaktionen von einzelnen Personen die Arbeit ihrer Kollegen und Kolleginnen zunichte gemacht wird.

Aber wir bleiben weiter am „Ball“, werden als ganz „normale“ Durchschnittsgäste Restaurants testen und Ihnen diese gerne vorstellen.

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