Arche Noah auf der Burg Güssing – Ein Fest für die verbotenen Trauben

Foto: Fotograf Gerhard Kahr, Fotocredit Gerhard Kahr
Schuld ist eigentlich die Reblaus, die in Österreich um das Jahr 1870 die angepflanzten Rebsorten fast völlig vernichtete.

Da die Österreicher und Österreicherinnen nicht auf ihr geliebtes Achterl verzichten wollten, wurden reblausresistente Rebsorten aus Amerika importiert und der daraus gewonnene Wein unter dem Namen „Uhudler“ vermarktet.

Für den Direktträgerwein begann eine wechselvolle Geschichte. Einmal wurde Anbau und Ausschank verboten, dann wieder erlaubt und zur Zeit, kraft der EU-Weinmarktordnung, gibt es nun vorübergehend zugelassene Rebsorten, deren Trauben bis zum 31.12.2030 verwertet werden dürfen.

Noch ist die Diskussion voll im Gange, ob und welche Reben auch in Zukunft angebaut werden dürfen und ob verschiedene Uhudler-Weine nicht besser bei Obstwein aufgehoben wären, da hier das Weingesetz nicht zur Anwendung käme.

Gerade in der Gegend rund um Güssing spielt der Anbau des Uhudlers eine große Rolle und wurde zu einem wichtigen Wirtschaftszweig.

Um auf die Problematik des eingeschränkten oder sogar verbotenen Anbaus von Uhudler-Reben hinzuweisen, veranstaltet der Verein ARCHE NOAH am 6. Oktober 2018 auf der Burg Güssing die Veranstaltung „Uhudler Vielfalt auftafeln“, bei der Interessierte viel über die Vielfalt der teilweise verbotenen Trauben erfahren können.

Der Verein, der sich seit über 25 Jahren für Erhaltung Verbreitung der Kulturpflanzen-Vielfalt einsetzt, will bei der Veranstaltung auch herausstreichen, welche nützliche natürliche Resistenzen in den Direktträgern stecken.

Besucher und Besucherinnen können bei Winzern und Winzerinnen aus dem In- und Ausland deren Produkte verkosten oder an Podiumsdiskussionen teilnehmen.
Vorträge und Workshops ergänzen das ausführliche Rahmenprogramm.

Verein Arche Noah
„Uhudler Vielfalt auftafeln“
6. Oktober 2018
Von 10:00 bis 20:00 Uhr
Burg Güssing, 7540 Güssing
www.uhudler-auftafeln.at