Im Rahmen der internationalen Ausstellungsserie „Meisterwerke der Buchmalerei des 15. Jahrhunderts in Mitteleuropa“, bei der insgesamt zwölf Bibliotheken in Deutschland, Österreich und der Schweiz bis zum März 2017 ihre streng gehüteten Schätze präsentieren, zeigt die Österreichische Nationalbibliothek einzigartige Meisterwerke der Buchkunst von der Gotik bis zur Renaissance.
Rund 80 Prachtexemplare dokumentieren den Übergang von der mittelalterlichen Handschrift zum gedruckten Buch der Neuzeit, das damals einer Medienrevolution gleichkam.
Gezeigt werden nicht nur so Glanzstücke wie das in Gold geschriebene und mit einem Einband aus vergoldetem Silber ausgestattete Evangeliar des Johannes von Troppau, es kann auch die Goldene Bulle aus der Zeit um 1400 bewundert werden, die zu den wichtigsten Rechtsdokumenten des Heiligen Römischen Reiches zählt und die in die UNESCO-Liste des Weltdokumentenerbes aufgenommen wurde.
Neben beeindruckenden Holzschnitten, darunter welche von Albrecht Dürer und Lucas Cranach des Älteren, sind auch prachtvoll ausgestattete Pergamentcodices und Gebet- und Lehrbücher aus der Zeit Kaiser Maximilians I. ausgestellt.
Erstmals in einer Ausstellung zu sehen ist die in der Passauer Missale enthaltene Darstellung des Gekreuzigten, auch wird die älteste Darstellung des Wiener Stephansdoms präsentiert.
Eine absolut sehenswerte Ausstellung über 200 Jahre Buchkultur.
Goldene Zeiten.
Meisterwerke der Buchkunst von der Gotik bis zur Renaissance
Bis 21. Februar 2016
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10 – 18 Uhr, Donnerstag 10 – 21 Uhr
Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek Josefsplatz 1, 1010 Wien
www.onb.ac.at