„Noble Begierden“ – Sonderausstellung im Gartenpalais Liechtenstein

Wer meint, Marketing wäre ein Begriff unserer Zeit, irrt gewaltig. Besonders im Bereich der Kunst wurden und werden seit Jahrhunderten Kunstobjekte hochgerühmt, dadurch Begierden geweckt und die Sammelleidenschaft angeregt.

Welche Bedeutung der Kunsthandel, der zur Zeit im oberen Bereich doch etwas schwächelt, für die Entwicklung der Kunst und deren Verbreitung hatte und hat, wird bei der Sonderausstellung „Noble Begierden“. Eine Geschichte des europäischen Kunstmarkts“ nachvollzogen.

Mit mehr als 200 Exponaten wird von der griechisch-römischen Antike bis in das 19. Jahrhundert die Geschichte des europäischen Kunsthandels aufgerollt und deren jeweilige, dem Zeitgeist zugrundeliegende Verkaufsstrategien, beleuchtet.

Neben Werken von u.a. Giambologna, Brueghel, Van Dyck, Rembrandt, Klimt, Tizian und Canaletto zeigt die Ausstellung die Bildserie „The Houses of Parliament in London“ des französischen Impressionisten Claude Monet, der mit diesen Werken einen Wendepunkt in der modernen Kunst setzte.

Als Begleitprogramm werden Führungen in deutscher und englischer Sprache angeboten, auch wurde ein eigener Begleitband aufgelegt.

Sonderausstellung

Noble Begierden.
Eine Geschichte des europäischen Kunstmarkts
30. Jänner bis 6. April 2026
täglich von 10 bis 18:00 Uhr

Gartenpalais Liechtenstein

Fürstengasse 1, 1090 Wien

Laut Veranstalter Besuch bei freiem Eintritt, keine Anmeldung erforderlich.

Begleitband zur Ausstellung:

Noble Begierden. Eine Geschichte des europäischen Kunstmarkts
Hrsg. von Christian Huemer und Stephan Koja
448 Seiten, ISBN 978-3-68924-106-3, De Gruyter 2026

Dealing in Splendour. A History of the European Art Market
Christian Huemer, Stephan Koja (Eds.)
448 p., ISBN 978-3-68924-107-0, De Gruyter 2026

Nähere Details unter www.liechtensteincollections.at

Foto: Claude Monet (1840–1926), Das Parlament, Sonnenuntergang, 1904,
Öl auf Leinwand, 81 × 92 cm, Kunsthaus Zürich, Inv.-Nr. 1995/0003
© Kunsthaus Zürich, Geschenk Walter Haefner, 1995

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