Welches Tier macht wohl das Rennen zum „Tier des Jahres 2027“?
Ist es der Biber, dessen Fell zu den dichtesten im Tierreich zählt und der mit seiner Länge von 80 bis 100 cm und mit der Länge seines platten, mit Hornschuppen bedeckten Schwanzes von 30 cm schnell zu erkennen ist.
Der Vegetarier ist nicht überall gerne gesehen, da seine Dämme, die er aus Stämmen baut, die er mit seinen vier, ein Leben lang nachwachsenden Nagezähnen, die mit einer harten, eisenhaltigen, orangen Schmelzschicht überzogen sind, fällt, ganze Flächen dadurch aufstaut und Flussläufe verändert.
Eigentlich müsste man dem Tier unendlichen Dank zollen, da dank seiner Tätigkeit die Renaturierung von Wasserlebensräumen vorangetrieben wird und so ökologische Nischen für zahlreiche andere Tiere geschaffen werden.
Oder soll es der Steinmarder werden, der kein Kostverächter ist und der immerhin bis zu zehn Jahre alt werden kann.
Obwohl der zwischen 37 und 52 cm große Steinmarder offene, mit Büschen und Bäumen durchsetzte Landschaften als Lebensraum bevorzugt, wird er tagsüber kaum gesichtet werden, da er es vorzieht, in der Nacht seine Beute zu suchen, die er oft auch in der Nähe von menschlichen Siedlungen findet.
Und da wäre noch die Zwergmaus, die zwischen 50 und 75, diesmal nicht Zentimeter, sondern Millimeter, groß wird. Das kleinste Nagetier Österreichs verfügt jedoch über einen bis zu 75 mm langen greiffähigen Schwanz, der dem Tier dabei hilft, an Halmen emporzuklettern.
Sie ist Tag und Nacht meist solo unterwegs, was sich in der Paarungszeit zwischen März und Oktober doch ändert. Zwei- bis dreimal im Jahr gibt es Nachwuchs, der dann in kugelförmigen Nestern aus Blättern, die an Halmen befestigt werden, heranwachsen kann.
Am Speiseplan stehen Samen, Pflanzenteile und auch das ein oder andere Insekt wird nicht verschmäht.
So wie viele Tiere, so leiden auch Biber, Steinmarder und Zwergmaus darunter, dass immer weniger zusammenhängende, naturnahe Lebensräume zur Verfügung stehen und dadurch ihr Bestand drastisch abnimmt.
Bis zum Sonntag, 1. November 2026, können alle ihre Stimme unter www.naturschutzbund.at abgeben wer von den drei Tieren zum „Tier des Jahres 2027“ gekrönt werden soll und damit die Mühe nicht umsonst ist, sollen unter allen Teilnehmenden spannende Bücher verlost werden.
Foto: Biber, ©Leopold Kanzler
