Sie kennen das sicher auch. Sie strecken gemütlich die Beine unter einem schattigen Platzerl im Gastgarten eines Wirtshauses aus, studieren die Speisekarte und da springt Ihnen doch glatt eine Speise ins Auge, die sie zuletzt vor ewig langer Zeit gegessen haben und die es zu Hause, aus welchen Gründen auch immer, nicht auf die Teller schafft.
Genauso ist es mir ergangen, als ich Würstel mit Saft entdeckte, die ich dann sofort schnabulieren musste. Sie haben wunderbar geschmeckt und für Sie hätte ich hier ein Rezept zum Nachkochen.
Für die Würstel mit Saft braucht es zuerst einmal viel Zeit, da als Basis ein Gulasch gebraucht wird, das langsam vor sich hinschmoren muss.
Für das benötigte Saftgulasch wird 1 kg Wadschinken in gleichmäßige Würfel geschnitten.
1 kg Zwiebel schälen, nudlig schneiden und in etwas Schmalz unter ständigem Rühren goldgelb rösten.
1 Esslöffel Rosenpaprika dazugeben, einige Sekunden rösten und mit 1 Esslöffel Essig und etwas Wasser ablöschen.
Fleisch dazugeben, mit Salz, 1 Esslöffel Paradeismark, zermahlenem Kümmel, Majoran, 1 zerdrückten Knoblauchzehe, 1 kleinen Stück Biozitronenschale, Chiliflocken nach Wunsch und Pfeffer würzen.
Fleisch mit etwas Suppe oder Wasser angießen, zudecken und in wenig Flüssigkeit auf kleinster Stufe dünsten. Immer wieder etwas Suppe oder Wasser nachgießen.
Solange dünsten, bis das Fleisch weich ist und sich ein „Spiegel“ gebildet hat. Noch einmal Flüssigkeit zugeben, aufkochen lassen – fertig.
In einen kleinen Teil des Gulaschs pro Person jeweils 1 Paar leicht scharfe Frankfurter geben und diese bei kleiner Hitze ziehen, aber nicht kochen lassen – fertig.
2 bis 3 Fleischstücke sowie viel Gulaschsaft mit Würstel anrichten und mit frischem Gebäck servieren – guten Appetit!
Kleiner Tipp am Rande: Wenn ein gschmackiges Rindsgulasch am Programm steht, einfach mehr einplanen und da sich Gulasch gut zum Wärmen eignet, am nächsten Tag mit Würstel ergänzen und schon ist das nächste Mittagsmenü fertig!
