Wien ist ja reich gesegnet mit Gärten, die zum Relaxen und auch Spazieren einladen. Ein besonders schönes Fleckchen ist der Kurpark Oberlaa, der am Rande der Großstadt eine Oase für Jung und Alt bildet.
Der Oberlaaer Kurpark wurde im Zuge der WIG 74 eröffnet und es wäre nicht Wien, seine Wiener und Wienerinnen, wenn die doch kostspielige Anlage nicht sofort mit starker Kritik konfrontiert worden wäre.
Die einst verwilderte Brachlandschaft da draußen in Oberlaa, die nach dem Absiedeln der dort einst ansässigen Ziegeleien übrig blieb, wurde saniert, ein Meer von Blumen gesetzt, Bäume gepflanzt und als zwischen dem 18. April und dem 14. Oktober 1974 die internationale Gartenschau über die Bühne ging, verstummten schnell die Kritiker und Kritikerinnen.

Mehr als 2,6 Millionen Menschen besuchten die damalige Gartenschau, freuten sich an all der Naturpracht, wer nicht so gut zu Fuß war, nutzte die Einschienenbahn oder auch den Panoramabus.
Ergänzt wurde die WIG 74 mit zahlreichen Veranstaltungen, die mit ihrem breitgefächerten fast alle Altersgruppen ansprachen.
Die WIG ist schon lange Geschichte, Einschienenbahn und Panoramabus sind längst eingestellt, was geblieben ist, ist eine Parkfläche mit über 610.000 Quadratmetern, die ein Paradies für Flora, Fauna und natürlich für uns Menschen ist.
Über 25 Kilometer Spaziergänge laden dazu ein, den in einzelne Themenbereiche gegliederten Park zu erkunden.
Hier findet jeder sein genau passendes Plätzchen. Vom Liebesgarten bis zum Rosenberg, vom Steinlabyrinth, Treppengarten oder Allergiegarten reicht da der weite Bogen.
Nicht nur zahlreiche Vogelarten und Fische, sondern auch Wasserschildkröten beherbergt der Park, finden sich doch sechs große, malerisch und romantisch gestaltete Wasserflächen, die von ihnen besiedelt werden können.

Die lieben Kleinen, die ja nicht unbedingt immer vom Spaziergehen begeistert sind, können damit motiviert werden, dass zahlreiche Spielplätze zum Spielen und Toben auf sie warten. Und auch sportliche Aktivitäten kommen nicht zu kurz. Einige Fitnessgeräten stehen zur Verfügung, Kletterwand, Skatland, Tischtennis-Tische oder auch Beachvolleyballplatz wollen genutzt werden, um die Fitness etwas aufzumöbeln.
Auch hautnaher Kontakt mit Tieren ist im Kurpark möglich. In einem 4.400 Quadratmeter großen Tiergehege warten Kärntner Brillenschafe, Alpakas und Zwergziegen auf Besucher und Besucherinnen.

Damit die kulturelle Seite nicht zu kurz kommt, werden noch immer zahlreiche Kunstwerke ausgestellt, die noch aus der Zeit der WIG 74 stammen und die heute als große und kleine Hingucker firmieren.
Großer Pluspunkt bei einem Besuch ist auch, dass der Kurpark Oberlaa bestens durch öffentliche Verkehrsmittel erreicht werden kann.
Selbst ein „One-Way-Spaziergang“ stellt keine Problem dar. Wer das hügelig angelegte Gelände bergab erforschen will, kann den Nordosteingang in der Filmteichstrasse nutzen, wo der Bus 68A seine Endstelle hat.
Im Zickzack geht es dann von einem Platzerl zum nächsten und am Ende des Oberlaaer Kurparks warten dann, nur einige Schritte entfernt, zahlreiche Buslinien und auch die U1, die dort ihre Endstelle hat, auf müde Spaziergänger oder -gängerinnen.
Kurpark Oberlaa
1100 Wien, Diverse Eingänge
Nähere Details und Öffnungszeiten unter https://www.wien.gv.at/freizeit/oberlaa-kurpark.
Foto: ©V. Holzinger
