Gleich zwei aufregende Spektakel stehen heute, 12. August 2026, am Programm. Als erstes Highlight gibt es in weiten Teilen Österreichs die stärkste Sonnenfinsternis seit dem 11. August 1999 und gleich anschließend kommen „Sternderlgucker“ ganz auf ihre Rechnung, wenn die Perseiden Hochbetrieb haben.
Zwar ist die Sonnenfinsternis nur partiell und es werden vom Mond nur rund 89% abgedeckt, auch geht es diesmal nicht ganz so spektakulär zu, da sich die Sonne gleich nach ihrer Verfinsterung vom Himmel verabschiedet und der Nacht Platz macht, aber ein Erlebnis allemal.
Und obwohl die Sonnenfinsternis nur partiell stattfindet, müssen bei ihrer Beobachtung unbedingt spezielle Brillen verwendet werden, da sonst das Auge geschädigt werden kann oder sogar eine Erblindung im Raum steht.
Danach schließt dann das zweite Highlight, das sich besonders lohnt, lange beobachtet zu werden, an.
Bei wolkenlosem Himmel und bei tiefer Dunkelheit sollten bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde über den Himmel zischen, da die Perseiden wieder unterwegs sind und in der Nacht auf den 13. August 2026 ihr Maximum erreichen sollen. Der Mond meint es diesmal auch gut, denn er macht sich als Neumond unsichtbar und ermöglich so eine bessere Sicht auf das Himmelsspektakel.
Wir haben uns umgehört, wie eine gelungene Sternschnuppennacht erlebbar wird und hier sind einige Ratschläge, die u.a. vom Naturfreunde-Meteorologen Arno Studeregger-Renner stammen.
Für die Beobachtung der Sternschnuppen können Natur-Fans die Hütten der Naturfreunde nutzen, die die besten Voraussetzungen dafür bieten.
Wer nicht so hoch hinauf will und da nicht die Höhe ausschlaggebend ist, tut es auch ein dunkles Plätzchen, wo keine Lichtquelle, auch nicht das Display eines Handys, den Blick auf den Nachhimmel beeinträchtigt.
Natürlich spielt auch das Wetter eine entscheidende Rolle. Also Wettervorschau prüfen, damit kein Wölkchen stört und auch ein Quäntchen Geduld kann nicht schaden, da die Augen sich erst an die Dunkelheit anpassen müssen und dies so in etwa 20 Minuten dauern kann.
Auch sollte beim Beobachten nicht vergessen werden, dass wir Menschen in das Leben von Tieren eindringen, die es gar nicht gewohnt sind, dass plötzlich Lärm oder Lichtquellen in ihrem Lebensraum vorhanden sind.
Sie wollen beide Himmelshighlights mit einem Ausflug in der Nähe von Wien verbinden? Da bietet sich eine Sternwanderung an, die unter dem Titel „Sonnenfinsternis und Schnuppennacht“ von der Wiener Kuffner Sternwarte veranstaltet wird.
Los geht es im Weinviertel, in Großmugel, das seit Jahren bei Besuchern und Besucherinnen von Nah und Fern als Beobachtungszentrum von Himmelsphänomenen bekannt ist und dem der Ruf als das „schwärzeste Loch Österreichs“ vorauseilt .
Treffpunkt für alle Sonnen- und Sternderlgucker ist laut Veranstalter um 18:30 Uhr die Station 1 des Sternenweges, Hauptstraße 46, in Großmugl und dann beginnt die Sternwanderung zum Beobachtungsplatz am Leeberg, einen Riesentumulus aus der Hallstatt-Zeit.
Nähere Details und weitere Vorschläge zum Beobachten auch unter www.naturfreunde.at
oder https://starlightoasis.kuffner-sternwarte.at
oder www.groossmugl.gv.at
Foto: Sternschnuppen über dem Traunsteinhaus Fotograf: Patrick Köppl, ©Patrick Köppl
