Die jährlichen Ausstellungen auf der Schallaburg stellen Themen in den Mittelpunkt, die Menschen tief in die Geschichte oder in die Kultur eintauchen lassen.
Dieses Jahr werden die 1980er Jahre aufgerollt, die von enormen Umbrüchen und dem Drang nach noch mehr Freiheit und Mitsprache geprägt waren.
Die 80er waren eine Zeit der Proteste, des Aufstands gegen Mächte und der Hoffnung auf friedliches Miteinander.
Der Fall der Berliner Mauer, die Öffnung des „Eisernen Vorhangs“, die Besetzung der Au in Hainburg – Widerstand war angesagt.
Der Reaktorunfall in Tschernobyl rüttelte die Menschen auf, Aids konnte nicht mehr unter dem Mantel der Verschwiegenheit versteckt werden, „Superstars“ rockten das Publikum, Künstler und Künstlerinnen sorgten mit ihren Werken für zahlreiche Skandale und PCs traten ihren Siegeszug an.
Bunt, glitzernd und schrill, wie die Mode, die jetzt wieder im Kommen ist, das waren die 80er Jahre, voll Hoffnung auf Frieden, Grenzen und gesellschaftliche Zwänge niederreißend – eine Zeit des Aufbruchs, eine Zeit, in der niemand daran glaubte, dass sich das Leben im 21. Jahrhundert so weit von all den damaligen Wünschen entfernen könnte.
In 17 Räumen rollt die Ausstellung mit über 500 Objekten die 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts auf, bietet einen Überblick über zehn Jahrzehnte, die zwischen Krieg und Frieden, Lebenslust und Protest pendelten und deren Motto „Grenzen waren gestern“ war.
Die Ausstellung wird durch ein dichtes Begleitprogramm ergänzt.
Schallaburg 2026
„80er – Grenzen waren gestern“
bis 15. November 2026
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag von 9:00 bis 17:00 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertag von 9:00 bis 18:00 Uhr
Schallaburg, 3382 Schallaburg 1
Foto: ©Tobias Gärtner, Schallaburg Ausstellung „80er – Grenzen waren gestern“
