Die Zwetschken sind ja erst im Werden, aber der daraus entstehende Powidl hat bei mir das ganze Jahr über Saison.
Seine Zubereitung gehört zu meinen frühesten Kindheitserinnerungen. Meine Großmutter, angetan mit ihrer Kleiderschürze, damit die Kleidung ja geschützt wäre, stundenlang fleißig die im großen Einkochreindl vor sich hinblubbernden Zwetschken rührend, bis sie schlussendlich als Powidl in Gläser gefüllt werden konnten, um immer für die Zubereitung von süßen Leckerli zur Verfügung zu stehen.
Die Zubereitung von Powidl überlasse ich schon seit längerer Zeit Profis, aber für Schmankerl wird er von mir immer gerne verwendet. Diesmal wird er in Topfenteig gepackt und kommt als Powidlknödel, die mit Butterbrösel verfeinert werden, auf unsere Teller.
Für den Topfenteig für die Powidlknödel werden 1/2 kg Topfen, 2 Eier, 14 dag Mehl, 14 dag Grieß, 14 dag zerlassene Butter und etwas Salz gut miteinander vermischt und zu einem Teig verarbeitet. Teig circa 1/2 Stunde rasten lassen, damit der Grieß die Flüssigkeit gut aufnehmen kann.
Aus dem Teig eine dicke Rolle formen, in Scheiben schneiden, Scheiben mulden, circa 1 Esslöffel Powidl darauf setzen und mit feuchten Händen Knödel formen.
Wasser salzen, zum Kochen bringen, Knödel einlegen und 8 bis 10 Minuten schwach köcheln lassen. Wenn sich die Knödel drehen, sind sie – fertig!
Brösel in Butter rösten, Knöderl darin wälzen, mit Staubzucker und eventuell einen Hauch Zimt bestreuen – fertig – guten Appetit!
