Bad Gleichenberg uns seine „Therme der Ruhe“

Schon die Römer pritschelten in den warmen Quellen von Bad Gleichenberg und genossen dort ihre heilsame Wirkung.
Die Jahre vergingen, die Römer verließen das Gebiet in der Südost-Steiermark und die Quellen gerieten in Vergessenheit. Im Jahre 1678 erinnerten sich die Menschen daran, die Quellen wurden amtlich verzeichnet und nicht weiter genutzt.

Erst im Jahre 1834 kaufte der damalige Gouverneur der Steiermark die Quellen, machte sie für die Öffentlichkeit zugänglich und der „Curort“ Bad Gleichenberg übernahm die Rolle des Trendsetters im steirischen Thermenland.
Bekanntheit erlangte der „Curort“ durch sein illustres Badepublikum, denn wo der Kaiser höchstselbst anwesend war, wollte auch sein gesamtes Umfeld sein.

Heuer ist es 190 Jahre her, dass die ersten Pflanzen im „Curpark“ gesetzt wurden. Der rund zwanzig Hektar große Park, der bis heute zur Erholung dient und die grüne Lunge des Ortes darstellt, wird zur Zeit adaptiert. Die darin wachsenden exotischen Baum- und Straucharten wurden durch Neupflanzungen ergänzt und der Park besucherfreundlicher umgestaltet.

Heute ist Bad Gleichenberg ein moderner Kurort, der mit seinem Therapiezentrum ambulanten und stationären Kurgästen Linderung bei Haut- und Lungenbeschwerden sowie Beschwerden des Stütz- und Bewegungsapparat verspricht.

Ein wichtiger Bestandteil der heutigen Anlagen ist die „Therme der Ruhe“, die an den weitläufigen Kurpark angeschlossen ist und deren Becken, so der Betreiber, durch die 24°C warme Mariannenquelle, die aus einer Tiefe von 1500 Metern kommt und der 40°C heißen Maxquelle, die aus einer Tiefe von 1042 Metern stammt, gespeist werden.
Die Heiltherme setzt auf ein Publikum, das vor allem Ruhe und Erholung in frischer Luft sucht, während Erlebnishungrige in die umliegenden Thermen ausweichen können, die mehr Action bieten.

Zum Schwimmen stehen den Gästen ein Thermalwasser-Innenbecken und ein Thermalwasser-Außenbecken zur Verfügung, Sauna-Fans können die Saunawelt besuchen und die Sauna Platane im Außenbereich nutzen.

Für Unterhaltung gibt es während der Sommersaison Curkonzerte und einmal im Jahr wird im Ort das Rad der Zeit ins 19. Jahrhundert zurückgedreht und ganz Bad Gleichenberg steht im Zeichen des Biedermeierfest.
Aus Nah und Fern kommen die Gäste, viele in eleganten historischen Kostümen, das Kaiserpaar höchstselbst hält Hof, historische Gruppen marschieren, begleitet von Blasmusik, dem edlen Paar voran, der ganze Curpark wird zur Bühne, Genuss wird hochgeschrieben und auch ein eigenes Kinderprogramm sorgt für Abwechslung.

Bewegungshungrige finden in und rund um Bad Gleichenberg genügend Möglichkeiten, die eigene Fitness weiter voranzutreiben. Vom „Saurierweg“ der beim „Styrassic Park“ vorbeiführt, einem Park, der besonders Kinder in eine Welt der Urtiere entführt, bis zum „Herzspurweg“ oder der „Gleichenberger Tour“, und, und, und, reicht das weite Betätigungsfeld.

Besonders nett fanden wir den „Bahnwanderweg“, der sich zu manchen Zeiten auch mit einer Fahrt mit der „Gleichenberger Bahn“, einer Bummelbahn, verbinden lässt.
Also mit der Bahn nach Feldbach, dort durch den Ort gebummelt und vom Bahnhof Feldbach geht es dann, immer bergauf und bergab, zurück nach Bad Gleichenberg.

Und wenn dann durch soviel Bewegung der Magen sein Recht fordert, dann warten rund um Bad Gleichenberg einige Buschenschanken darauf, dass die Gäste ihre Füße unter den Tischen ausstrecken und sich die aus der Steiermark stammenden Köstlichkeiten schmecken lassen.

Fotos: ©V. Holzinger

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