„Dance Cards“ sind zwar aus der Mode gekommen, aber das Publikum wird bei „Dance Card“ von Jennifer Higdon sicher mit den Füßen wippen und die nächsten Tanzabende vorplanen.
Bei den für Streicher ausgelegten Tänze liebäugelte Jennifer Higdon mit den einstiegen „Tanzkarten“ und lässt Musiker und Musikerinnen von einem Tanz zum nächsten gleiten.
Zeitweise sanft und melodiös, dann flott und lebendig, ein Mischmasch aus Tänzen, die auch das Zusammenspiel des Orchesters herausfordern.
Weiter geht es mit Sergei Rachmaninow, der in seinen „Symphonischen Tänzen“ einen Teil seines bereits vom Tode überschatteten Lebens hineinpackte.
Melodisch und tragend, wild und grell, von Sehnsucht erfüllt, wie das Leben eben so spielt. Ein kompositorisches Vermächtnis des großen Russen, das trotz Todesahnungen, am Ende der Tänze doch Erlösung ankündigt.
„Dances“
27. April 2026 um 18:00 und 20:00 Uhr
Jennifer Higdon (*1962) – Dance Card
Raucous Rumpus (a fanfare)
Breeze Serenade
Jumble Dance
Celestial Blue
Machina Rockus
Sergei Rachmaninow (1873–1943)
Symphonische Tänze, op. 45
I. Non allegro. Lento. Tempo I
II. Andante con moto (Tempo di valse)
III. Lento assai. Allegro vivace. Lento assai come prima. Allegro vivace
Recreation – Das Orchester
Dirigentin: Mei-Ann Chen
Stefaniensaal Congress Graz
Sparkassenplatz 1, 8010 Graz
Foto: ©Nikola Milatovic, Mei-Ann Chen
