Sie sind schon fast so selten zu finden, so wie die berühmte „Nadel im Heuhaufen“, diese urigen Gasthäuser, die Schmankerln kredenzen, die auf Wiener Küche, und dies auf etwas leichtere Art, setzen.
So ein Refugium ist das „Gasthaus zum Holunderstrauch“, das sich seit 1937 im Familienbesitz befindet.
Das mitten im 1. Wiener Gemeindebezirk, in einer Seitengasse vom Ring gelegen, fast gegenüber der Universität, bietet nicht nur traditionelle Wiener Küche, es werden auch Schmankerln serviert, die einen geschmacklichen Einblick nach Niederösterreich ermöglichen.
Die Zutaten kommen laut eigenen Angaben so weit wie möglich aus der Region rund um das im Weinviertel gelegene Pillichsdorf, auch aus dieser Gegend stammender Wein findet sich auf der Karte.
Die ebenerdig gelegene, winzige Gaststube ist urig-rustikal eingerichtet, im Keller wartet dann ein großes Gewölbe mit genügend Sitzplätzen auf Gäste.
Im Sommer gibt es einen kleinen Schanigarten, dessen Ruhe jedoch durch etwas Straßenlärm getrübt ist.
Fazit: Uriges, gemütliches, verkehrsgünstig gelegenes Gasthaus im 1. Wiener Gemeindebezirk, kleiner Schanigarten in der warmen Jahreszeit und großer Gewölbekeller für den Rest des Jahres.
Die von uns konsumierten Speisen waren von sehr guter Qualität, auch die Quantität passte. Freundliches, zuvorkommendes Personal, Preise im grünen Bereich, viel Stammpublikum, zu Stoßzeiten ist eine Reservierung, besonders für den Schanigarten, unbedingt erforderlich – ein absolut empfehlenswertes Gasthaus.
Gasthaus zum Holunderstrauch
Schreyvogelgasse 3, 1010 Wien
Öffnungszeiten und nähere Details unter www.holunderstrauch.at
Foto: ©H. Holzinger
