Welttag gegen den Lärm

Welttag gegen den Lärm

Foto: Ohrenschutz bei lauten Konzerten! © Pixabay
Ist Ihnen das auch schon passiert? Sie stehen bei einer Ampel und greifen automatisch zum Autoradio, um leiser zu drehen, stellen aber fest, dass nicht ihr Radio die Lärmquelle ist, sondern sich im Fahrzeug hinter Ihnen jemand mit lauter Musik beschallen lässt.

Auch der tägliche Straßenlärm, der laut Empfehlung der WHO im Durchschnitt nicht mehr als 53 dB betragen sollte, soll sich bei starkem Verkehr zwischen 75 und 80 Dezibel auf die Ohren schlagen, selbst am „stillen“ Örtchen darf heutzutage eine Berieselung mit Musik nicht fehlen. 

Kein Wunder also, dass rund 800.000 Menschen in Österreich angeben, schlecht zu hören. Laut Josef Riegler, Bundesinnungsmeister der Hörakustiker, liegt die Dunkelziffer vermutlich viel höher und bis zum Jahr 2050 könnte sich die Zahl auf rund 1,5 Millionen erhöhen. 

Natürlich gewöhnen sich unsere Ohren an den steigenden Lärmpegel, aber wenn die feinen Innenohrhärchen laufend belastet werden, hat dies laut Studien eine negative gesundheitliche Auswirkung. 

Um persönlich die immer mehr werdende Lärmverschmutzung für unsere Ohren zu reduzieren, genügt es oft schon, wie in den Skandinavischen Ländern bereits Usus, bei lauten Arbeiten einen Hörschutz zu verwenden. 

Auch bei lauten Konzerten können Ohrstöpsel den Musikgenuss zwar erlebbar machen, gesundheitsschädlichen Lärm aber reduzieren. Und weil wir schon bei Musikgenuss sind – das bewusste Hören der Lieblingsmusik kann so entspannend sein, wenn man sich genügend Zeit dafür nimmt und TV oder Radio einfach dann abdreht, wenn die laufenden Musikberieselung nur mehr als Nebengeräusch wahrgenommen wird. 

Hin und wieder kann es nicht schaden, den Ohren eine kleine Auszeit zu gönnen. Ein Spaziergang im Wald, wo nur das Zwitschern der Vögel die Stille unterbricht, hilft nicht nur mentalen Stress abzubauen, er tut auch unseren Ohren gut.

Sollten trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Hörprobleme auftreten, im Gespräch Hintergrundgeräusche als störend empfunden werden oder man das Gegenüber nur mehr bei lautem Sprechen versteht, dann sollte man bei einem HNO-Arzt oder einem Hörakustiker vorbeischauen, um schlimmere Schäden zu vermeiden.

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