Zu Besuch im Naturpark Weißensee

Zu Besuch im Naturpark Weißensee

Fotos: ©V. Holzinger, Weißensee, Kärnten, Österreich,
Wir sind ja bekennende Wintercamping-Fans. Anfang Februar war es endlich wieder so weit, dass die Pferde, sprich das Womo, gesattelt und Winterluft geschnuppert werden konnte.

Nach eingehendem Studium des Wetterberichts fiel unsere Wahl auf den Weißensee, da für Kärnten Kaiserwetter vorausgesagt wurde.

Der auf 930 Meter über dem Meeresspiegel liegende Weißensee besitzt eine Länge von rund 12 Kilometern und bringt es auf eine Fläche von 6,5 Quadratkilometern. Eingebettet ist der mit Trinkwasserqualität punktende See in ein Landschafts-Schutzgebiet, das für Touristen und Touristinnen so manche Naturschmankerl bereithält. 

Im Winter, wenn es so richtig friert, verwandelt sich der ganze See in einen riesigen Natureislaufplatz. Ist es dann so weit, dann flitzen neben vielen Einheimischen besonders viele Niederländer über die Eisfläche, die hier auch etliche Wettbewerbe austragen. 

Wer lieber mit den Skiern den Berg hinunter wedelt, findet ein Skigebiet, das zwar klein, dafür aber nicht überlaufen ist. 

Bei passender Schneelage warten rund 50 km Doppelspurloipen und eine bis zu 15 km gespurte Skatingloipe auf begeisterte Langläufer und -läuferinnen. Auch da kommt der Weißensee wieder ins Spiel. Wenn die Eislage passt, dann kann auch er mit den schmalen Brettern erobert werden.

Es soll rasanter zugehen? Wie wäre es mit Snow-Ice-Biken, wo es auf freigegebenen Waldwegen auf Fatbikes über Steilkurzen und Eis bergab geht. 

Und wenn schon der See als Eisfläche zur Verfügung steht, dann haben natürlich auch Eisstockschießen, Eishockey oder gar Eisgolf Hochsaison. 

Wenn es gemütlicher zugehen soll, dann wird eben die Rodel aktiviert oder man nutzt die geräumten Wanderwege, die teilweise auch über das blanke Eis des Weißensees führen. 

Im Sommer, wenn es dann noch quirliger rund um den bis zu 24° warmen See wird, warten neben sämtlichen Wassersport-Möglichkeiten auch rund 200 km Wanderwege, die vom Berg- bis zum Almerlebnis vieles bieten. 

Besonders nett ist es, eine Wandertour, einen Radausflug oder eine Mountainbike-Tour mit einer Schifffahrt über den Weißensee zu verbinden. Schwammerl-Fans durchstreifen einfach die Wälder, um den ein oder anderen Pilz zu finden, auch Heidelbeeren in großer Zahl sollen schon gesichtet worden sein. 

Um die Autoflut einzudämmen, gibt es einen eigenen Naturpark-Bus, der mit der Gästecard gratis genutzt werden kann und mit dem alle relevanten Ziele bequem erreicht werden können. 

Neben zahlreichen Privatquartieren und Hotels gibt es auch den Campingplatz der Familie Knaller, auf dem wir bei unserem Urlaubsaufenthalt residierten.
Der mit eigener Liegewiese am See punktende Platz ist ganzjährig geöffnet, bietet gute Sanitäranlagen sowie sämtliche Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten für Wohnmobile.
Im Sommer ist eine Reservierung unbedingt anzuraten, im Winter sind Stellplätze fast immer erhältlich.
Sollte es die Sonne im der kalten Jahreszeit gut meinen, dann kann es aber schon passieren, dass der ein oder andere Stellplatz matschig wird, da der nicht extra befestigte Untergrund auftaut.
Alles in allem jedoch ein empfehlenswertes Plätzchen – wir kommen wieder.

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