k. u. k. Wirtshaus in Weißkirchen im Test

Bei unserem Urlaub im Zirbenland waren wir fleißig mit dem Rad unterwegs und da Urlaub ja zum Erholen da ist, ließen wir uns auch mit diversen Schmankerln verwöhnen.


Also beim Radfahren immer die Augen offen gehalten, wo denn ein hungriger Magen gut zu füllen sei. Unsere Wahl fiel auf das K. & K. Wirtshaus, ein alteingesessener Familienbetrieb in Weißkirchen, der mit seinem gediegen eingerichteten Innbereich und mit seinem, zwar mit Verkehrslärm belasteten, aber liebevoll gepflegten Garten zum Verweilen einlud.

Da wir ja mit den Rändern unterwegs waren, fragten wir freundlich nach, ob wir diese in den Garten mitnehmen und dort abstellen dürften. Absolut kein Problem, so die Antwort. Räder platziert, Platz genommen und aus der Speisekarte einige Schmankerl ausgewählt, die dann rasch serviert wurden.

Die Speisen waren von hervorragender Qualität, die Quantität war mehr als ausreichend, sie schmeckten vorzüglich und die Preise waren moderat. Mit vollgefülltem Bauch, noch ein Lob an die Küche bestellend, zufrieden davon geradelt und das Restaurant, so dachten wir, als Lieblings-Urlaubslokal entdeckt.

Unsere nächste Radtour legten wir genau so an, dass bei Hungergefühl das Gasthaus nicht fern sei. Da am Vortag das Mitnehmen der Räder in den Gastgarten kein Problem war, wollten wir auch diesmal ein Plätzchen für sie suchen, wo durch sie niemand gestört würde. Mit einem scharfen „Was machen Sie da“ wurden wir gestoppt. „Draußen gibt es einen Radständer, den können Sie nutzen“, wurde weiter argumentiert. Unsere Einwand, dass dann der freie Weg zwischen den geparkten Autos und eben den Hinterrädern zu eng zum Durchgehen wäre, wurde zur Seite gewischt.

Als folgsame Gäste deponierten wir die Räder im vorgesehenen Radständer und nahmen unter dem süffisanten Lächeln einiger Gäste unsere am Vormittag bestellten Plätze ein. Essen geordert, die Füße unter dem Tisch ausgestreckt und schon wurde serviert.

Inzwischen überbrückte eine neu angekommene Gruppe die Wartezeit mit einem kleinen, absolut nicht bösartig gemeinten Getrommel auf den Sätteln unserer Räder. Nicht wirklich tragisch und kaum der Rede wert.

Schneller als gedacht bewahrheitete sich jedoch unser Einwand, dass der Durchgang zwischen geparkten Autos und Rädern viel zu eng sei, als eine ältere Dame ein Kleinkind im Kinderwagen spazieren führen wollte. Mit viel Zittern, damit sie nirgends streife, passierte sie die Engstelle, kehrte dann noch einmal um und verschwand im Gasthaus.

Vor Zorn stürmte ein älterer Mann aus dem Restaurant, packte die Räder am Sattel und schmetterte sie mit einem Ruck gegen die aus Metall gefertigte Abschirmung, die zur Straße angebracht war. Nutzen null, da Räder durch solche Aktionen auch nicht kürzer werden.

Den anwesenden Gästen, die uns später mehr als freundlich grüßten, als sie die Gaststätte verließen, war das süffisante Lächeln vergangen und es blieb ihnen der Mund offen stehen.

Von einer Anzeige wegen Sachbeschädigung haben wir abgesehen, aber der Bissen blieb uns im Hals stecken. Tja, das war es mit unserem Urlaubs-Lieblingsrestaurant, bei soviel „Freundlichkeit“ kann der beste Koch der Welt seine Künste beweisen, es bleibt mehr als nur ein bitterer Nachgeschmack.

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