Urlaub vor der Haustüre für große und kleine Entdecker

Obwohl es noch ziemlich frisch ist, liegt doch der Frühling in der Luft. Rundum blüht es und es wird Zeit, der Natur einen Besuch abzustatten.

Trotz des Lockdowns in Wien und Niederösterreich können kleine und große Entdecker einen Hauch Abenteuer ins Geschehen bringen und zwar nicht die weitere, aber die nähere Umgebung aus neuen Blickwinkeln  erforschen.

Wie wäre es mit einem „Urlaubsspaziergang“ durch den Nationalpark Donau-Auen, in dem das frische Grün nur so ins Auge springt.

Die Schneeglöckchen sind zwar bereits verblüht, aber die Veilchen strecken brav ihre Köpfe der vielleicht herausblinzelnden Sonne entgegen.

Mit einer besonderen Duftnote werden die Ankommenden derzeit begrüßt. Der ganze Auwald duftet, dass es eine Freude ist. Es ist der Bärlauch, der den Duft verströmt und der einen dichten Teppich aus frischem Grün und weißen Blüten gebildet hat.

Die zarten Windröschen treten in Konkurrenz mit den Blau- und Gelbsternen und das goldgelb blühe Scharbockskraut stellt eine willkommene Weide für die ersten herumschwirrenden Bienen dar.

Wer besonders aufmerksam und am südlichen Donauufer unterwegs ist, kann den Hohlen Lerchensporn entdecken, dessen weiß oder rosa Blüten waagrecht in einer Traube stehen und damit das Auge erfreuen.

Als Kinder waren wir immer von den „Hänsel und Gretel“-Blumen begeistert. Hinter diesem Namen verbirgt sich das bis zu 30 cm hohe Lungenkraut, das die Blütenfarbe nach der Bestäubung von rosa auf himmelblau wechselt und das auch oft mit beiden Farben an einer Pflanze zugleich aufwartet.

Wer mit offenen Augen durch den Auwald geht, findet es bald, dieses Phänomen. Es ist der „Rote Schleimfluss“ oder auch „Milchfluss“, der vor allem zur Zeit an Hainbuchen auftritt. Er entsteht dort, wo die Bäume frische Verletzungen haben und genau dort kommt es bei dem derzeitigen Saftdruck in den Leitungsbahnen zu einem massivem Sauftausfluss aus den vorhandenen Wunden. Und schon sind sie da, die Bakterien und Hefepilze, die sich sofort ansiedeln und den rosa Schleim verursachen. Laut Nationalparkförster Franz Kovacs liegt trotz der böse aussehenden Wunden keine grobe Schädigung des jeweiligen Baumes vor.

Nehmen Sie sich Zeit für den kleinen Urlaubs-Frühlingsausflug, machen Sie das ein oder andere Foto und schon kann es zu Hause mit intensivem Nachforschen über die entdeckte Flora und Faune weiter gehen.

www.donauauen.at

Fotos: Nationalpark Donau-Auen, ©Walek, ©Baumgartner

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