Das erste Gold im KHM – 3.500 Jahre Goldabbau in Europa

Das erste Gold im KHM – 3.500 Jahre Goldabbau in Europa

Für Archäologen und Archäologinnen ist Bulgarien ein wahres Schatzkästchen. Rund 40.000 historische Stätten, die verstreut über das ganze Land liegen, zeugen von tausendjähriger Geschichte und bieten Einblicke in längst vergangene Kulturen.

Selbst in den dichten Wäldern der Rhodopen, wo heute noch Wölfe und Bären anzutreffen sind, wurde man fündig. Bei Ada Tepe erforschen seit 2106 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Österreichischen und Bulgarischen Akademie der Wissenschaft das einzige bekannte prähistorische Goldbergwerk Europas.

Die Untersuchungen sollen Aufschluss darüber geben, ob es sich bei dem Gold um den Rohstoff handelt, aus dem die Grabbeigaben von Mykene oder dem Schatz von Troja gefertigt wurden.

Weiters werden spannende Antworten darauf erwartet, wer die Menschen waren, die die reichen Vorkommen abbauten und mit wem sie Handel betrieben.

Bis zum 25. Juni 2017 bietet das Kunsthistorische Museum Wien die Möglichkeit, sich auf die Spuren einer Jahrtausende alten Kultur zu begeben und eine spannende Reise in die Vergangenheit zu absolvieren.

In der vom NAIM, der ÖAW und dem Museum selbst konzipierten Ausstellung gibt es nicht nur einen Einblick in das aufwendige und mühsame Verfahren der Goldgewinnung in prähistorischer Zeit, es wird auch die Funktion des Goldes als Statussymbol beleuchtet.

Die Highlights sind jedoch die Ausstellungsstücke, die unter anderem den größten Schatz der Bronzezeit, den Schatz von Vălčitrăn, beinhalten. Neben diesen 13 Objekten, die es immerhin auf insgesamt etwa 12,5 kg Gold bringen, werden mehr als 300 Gold-, Silber- und Bronzefunde gezeigt, die einen kleinen Eindruck bieten, welchen enormen Wissensstand die einst ansässigen Zivilisationen hatten.

Ein dichtes Kunstvermittlungsprogramm mit Führungen, Vorträgen und Thementagen begleitet die Ausstellung, ein eigener Katalog wurde aufgelegt.

Das erste Gold
Ada Tepe: Das älteste Goldbergwerk Europas
bis 25. Juni 2017

Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr
Donnerstag bis 21:00 Uhr
Juni, Juli und August täglich geöffnet

Kunsthistorisches Museum Wien
Maria Theresien-Platz, 1010 Wien

www.khm.at

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