Lebeau-Trio und Tuur Florizone & Tricylce – Musik der Kontraste im Akzent

Lebeau-Trio und Tuur Florizone & Tricylce – Musik der Kontraste im Akzent

Im Zuge des Akkordeonfestivals (wir berichteten mehrmals) traten zwei Gruppen im Theater Akzent auf, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Das Lebeau-Trio und Tuur Florizone & Tricylce begeisterten, jeder auf seine Art, das Publikum.

Im ersten Teil des Konzertes nahm sich das Lebeau-Trio Jacques Brel an. Jacques Brel, der Belgier, der in Frankreich Wellen der Begeisterung entfachte, der ewig Suchende, der mit seiner Gesellschaftskritik polarisierte und doch so zart von Liebe sprach, dieser Jacques Brel war an diesem Abend gegenwertig.

Eric Lebeau stellt Brel dar wie er leibte und lebte. Seine Mimik und Gestik lassen den Großmeister des Chansons auferstehen. Oft witzig und ironisch, dann wieder in sich gekehrt und melancholisch. Zeitweise zornig aber auch hilflos – hier kommen alle Facetten von Brel zum Vorschein. Am Ende die Hymne auf die Marquesainseln, wo Jacques Brel auf der Insel Hiva Oa lebte und als „Engel der Südsee“ bezeichnet wurde. In Frankreich verstorben, wurde er auf Hiva Oa beigesetzt.

Eric Lebeau geht mit Leonore von Strauss am Klavier und Sigrid Gerlach-Waltenberger am Akkordeon auf eine Wanderschaft durch das Leben von Jacques Brel und hinterlässt ein begeistertes Publikum.

Den zweiten Teil des Konzertes bestritt Tuur Florizone & Tricylce. Der Akkordeonist Tuur Florizone ist einer der bekanntesten Musiker in Flandern. Jazz ist nur eine der Musikrichtungen, die er genauso wie Pop und andere Musikgenre bestens beherrscht. Seit Jahren auf vielen Musikbühnen der Welt präsent begeistert er das Publikum mit meist melancholischen und oft einfachen Melodien. Tricylce begann als Zirkusband und gehört heute zu den gefragtesten und vielfältigsten Instrumental-Bans. Tuur Florizone am Akkordeon und im Zusammenspiel gibt mit Vincent Noiret am Kontrabass und Philippe Laloy am Saxophon und der Querflöte ein geniales Trio. Originelle Eigenkompositionen und das Jonglieren mit Noten beherrschen sie mit Bravour. Das Publikum wird auf eine Abenteuerreise der Musik mitgenommen und in unbekümmerter Weise werden alte Stereotypen aufgeweicht. Mit Kreativität und viel Phantasie wird mit den verschiedensten Musikstilen das Publikum neugierig auf mehr gemacht.

Das war leider der einzige Abend von den beiden Gruppen. Aber das Akkordeonfestival läuft noch bis 25.03.2012 und hat weitere Gustostückerl an zahlreichen renommierten Spielstätten zu bieten.

www.akkordeonfestival.at

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